Noch knapp 4 Tage wird bei der 21. und bisher erfolgreichsten Ludum Dare gewählt. Beachtliche 599 Spiele wurden zum Abschluss des 48 Stunden andauernden Programmierwettbewerbs eingereicht. Das sind 247 mehr als noch Ende April bei der LD20. Gespielt habe ich bei Weitem nicht alle. Ich hab die Liste nach dem „könnte interessant sein“-Schema durchgeklickt und […]

Ludum Dare 21 – Escape – Teil 1

9. September 2011

Noch knapp 4 Tage wird bei der 21. und bisher erfolgreichsten Ludum Dare gewählt. Beachtliche 599 Spiele wurden zum Abschluss des 48 Stunden andauernden Programmierwettbewerbs eingereicht. Das sind 247 mehr als noch Ende April bei der LD20.

Gespielt habe ich bei Weitem nicht alle. Ich hab die Liste nach dem „könnte interessant sein“-Schema durchgeklickt und irgendwann den Ãœberblick verloren, welche davon in meine Favoritenliste sollten und welche nicht. Daher habe ich mich dazu entschlossen, auf das Ranking zu verzichten und statt dessen frei nach Schnauze alle aufzulisten, die ich für erwähnenswert halte. Viel Spaß beim Stöbern.

Hinweis: Die Screenshots kann man zum Vergrößern anklicken.

Maze Escape (RadicalEd): Kurz, einfach und gut. Auf der Flucht vor einem Lavastrom muss man intuitiv den richtigen Weg durch das Labyrint wählen.

Still Dreaming (bach): Kurzes Knobeladventure auf zwei Bildschirmen. Nette Grafik und Atmosphäre.

Your Pals Have Escaped! (Nanolotl): Finde deine Freunde Greg und Rory und mach ihnen den Garaus, weil sie deine supercoole Party frühzeitig verlassen haben. Jump’n’Run mit fragwürdiger Story. Sehr schwer, aber gut gemacht.

BATHOS (johanp) ist eines von den Spielen, die durch ihre Liebe zum Detail überzeugen. Klare Spielempfehlung!

 

Beam Runner (Geti): Sammle die Energiepunkte ein und erreiche den Ausgang, bevor das Gelände mit Strahlen beschossen wird. Steht nicht zur Wahl, da es innerhalb 72h anstatt 48h fertig gestellt wurde. Den zusätzlichen Tag merkt man dem Spiel an. Zahlreiche Level und ein integrierter Leveleditor. Auch die Steuerung fühlt sich gut an. Würde mich nicht wundern, wenn es Beam Runner bald für iPhone und Android gibt. Leider bisher kein Sound.

City Runner (Warrozo): Flucht aus der (zufallsgenerierten) Stadt. Dabei ein paar Zombies (?) abballern und Deckung vor den Heckenschützen suchen. Nichts Weltbewegendes, aber gut für ein Erstlingswerk.

 

Prison Lander (stefanmielke): Sehr dunkles Spiel. Durch Aktivieren von Schaltern oder das Einsammeln von Schlüsseln werden weitere Teile der Karte ausgeleuchtet. Auf diese Weise wird einem der Weg durch den Level gewiesen.

The Villainous Villa (EricTheCoolDude): Cooles, handgezeichnetes Adventure. Witzige Rätsel und groovige Hintergrundmusik. Zudem gibt es auch ein Making Of im Zeitraffer. Defintiv einen Blick wert.

Unlock (uuav): Schieberätsel in etwas anstrengender Optik. Eigentlich nette Pixelgrafik. Wirkt aber irgendwie unscharf (oder liegt das an der fortgeschrittenen Stunde).

A tale about life, death and a looser (deepnight) ist eines dieser Spiele, die eine interaktive Geschichte erzählen. Wie früher in diesen Büchern, bei denen man entscheiden konnte, ob man auf Seite 8 oder 15 weiterlesen will. Läd natürlich zum wiederholten Durchspielen ein. Schöne Grafik inklusive einem Making Of im Zeitraffer.

In Escape Kraut (hakearok) fegt man über die deutsche Autobahn, weicht Hindernissen aus und wird von Maschinengewehren beschossen. Wenn man die Mauern mit Baustellen, die Ölpfützen mit Straßenschäden und das Maschingewehrfeuer mit Radarfallen ersetzt hätte, wäre die Ähnlichkeit mit der deutschen Autobahn nicht von der Hand zu weisen.

Haunted Escape (cjke.7777): Flucht aus dem Geisterhaus. Nette Idee mit dem Sichtfeld der Geister. Aber Ankannten an der Mauer und vor allem die Hintergrundmusik sind auf Dauer nervig.

Mazix (calrk): Ein weiterer Lichtblick der Ludum Dare 21. Mit einer kleinen weißen Kugel rollt man durch ein einen Würfel umfassendes Labyrinth und sammelt Raketen und Schlüssel ein. Rollt man in die Sphäre im Mittelpunkt einer Würfelfläche kann man mit „q“ und „e“ die jeweilige Seite des Würfels rotieren. Während sich das Labyrinth dabei dreht, bleiben Raketen und Schlüssel an ihrer Position stehen und sind anschließend leichter (oder schwerer) zu erreichen. Wenns gar nicht weiter geht, kann man mit den Raketen eine Wand wegsprengen, um in bisher unerreichbare Gebiete vorzudringen. Super umgesetzt. Nur bei der Steuerung muss noch ein wenig nachgebessert werden.

Monster Hunt (platypus) ist in zwei Minuten durchgespielt und ringt einem mit hoher Warscheinlichkeit ein Lächeln ab.

 

Im ersten Level dachte ich noch The Cell (kevglass) wäre ein Sokoban Aufguss. Aber wenn man ein paar Level weiterspielt, merkt man, dass das Spiel erheblich mehr zu bieten hat, als simples Kistenschieben. Pixelgrafik und Rätselspaß in harmonischer Kombination. Bin mir sicher, The Cell nach der Abstimmung in den oberen Rängen wiederzufinden.

The Great Volcano Escape (bluscrn) sieht für einen Ludum Dare Beitrag richtig gut aus und spielt sich auch geschmeidig. Als Ausgleich gibts leider keinen Sound. Wenn da noch ein wenig Zeit reingesteckt wird, könnte es ein spaßiges Rennspiel werden.

Death Game (icrisanto): Jump’n’Run mit der Möglichkeit selber Plattformen zu bauen. Macht einen guten ersten Eindruck, hat aber erhebliche Schwächen in der Steuerung.

 

Followed (Pvaiun): In einem wirren Monolog entschließt man sich dazu sein Alter Ego in die Flammen zu führen. Was sich nicht immer als einfach erweist. Untermalt wird das ganze von Cellomusik, die von Autor des Spiels höchstpersönlich eingespielt wurde.

 

Impossible Escape (PaperCutDoom) sieht vielversprechend und umfangreich aus. In der Draufsicht muss man sich den Weg nach drausen freischießen. Zusätzlich kann man zwei Droiden fernsteuern, mit denen man Türen öffnen kann. Grafik und Steuerung fühlen sich aber leider noch nicht stimmig an.

In Soul Hellscape (Rudy) befreit man verlorene Seelen aus den Fängen der Hölle. Die teuflischen Kreaturen werden mit Blitzen niedergestreck, während die Seelen mit heiligem Licht zum Ausgang geleitet werden. Macht auf Anhieb Spaß, wird aber leider nach einiger Zeit langweilig, weil sich das Mana nur sehr langsam regeneriert und man viel Zeit mit warten verbringt.

In den nächsten Tagen werde ich den zweiten Teil mit weiteren 20 Spielen online stellen. Falls ihr einige der Spiele selbst gespielt oder euren persönlichen Favoriten in der Liste gefunden habt, könnt ihr gerne ein Kommentar hinterlassen.

6 Kommentare zu „Ludum Dare 21 – Escape – Teil 1“

  1. Super.licio.us | Superlevel sagt:

    […] Ludum Dare 21 – Escape – Teil 1 games ludumdare […]

  2. Gurk – 8-Bit RPG für Android | ASAMAKABINO sagt:

    […] wollte ich ja gestern die Fortsetzung für den Ludum Dare Artikel schreiben. Aber, ganz nach Murphy-Manier kam es natürlich anders und so verbrachte ich den […]

  3. Ludum Dare 22 – Alone | Superlevel sagt:

    […] unwichtig. Aber was beschwere ich mich, denn in unserem Sprachraum redet außer uns und Herrn Asamak sowieso niemand über derlei Indiegedöns. Genug gemeckert, dies soll kein Platz für […]

  4. Ludum Dare 22 – Alone | ASAMAKABINO sagt:

    […] auch schon beim Beitrag zur Ludum Dare 21 stelle ich die Spiele hier in zufälliger Reihenfolge vor. Für eine Bestenliste müsste ich […]

  5. Ludum Dare 22 – Alone | Superlevel sagt:

    […] völlig unwichtig. Aber was beschwere ich mich, denn in unserem Sprachraum redet außer uns und Herrn Asamak sowieso niemand über derlei Indiegedöns. Genug gemeckert, dies soll kein Platz für Negatives […]

  6. Ludum Dare 22 – Alone | Superlevel sagt:

    […] völlig unwichtig. Aber was beschwere ich mich, denn in unserem Sprachraum redet außer uns und Herrn Asamak sowieso niemand über derlei Indiegedöns. Genug gemeckert, dies soll kein Platz für Negatives […]

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