Gurk – 8-Bit RPG für Android

14. September 2011

Eigentlich wollte ich ja gestern die Fortsetzung für den Ludum Dare Artikel schreiben. Aber, ganz nach Murphy-Manier kam es natürlich anders und so verbrachte ich den lieben langen Tag von Schnupfen, Husten und Gliederschmerzen gebeutelt im Bett. Geplagt hat mich nach einiger Zeit auch die Langeweile. Also griff ich schließlich zum Smartphone und endeckte Gurk.

Gurk ist ein klassisches 8-Bit RPG für Android Smartphones. Drei kühne Recken machen sich auf die Suche nach dem roten Drachen Braka, um dessem boshaften Dasein ein Ende zu bereiten. Auf dem Weg dahin muss man zahlreiche Dungeons durchsuchen, jede Menge Monster erledigen und sein Inventar mit edelsten Waffen und Rüstungen ausstatten.

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Eine echte Story oder geschwätzige NPCs hat Gurk nicht zu bieten. Das liegt vor allem an der Entstehungsgeschichte des Spiels. Bereits 2005 gab es eine erste Version unter J2ME. Da es zu dieser Zeit noch keine App-Stores und Handy-Flats gab, durfte das Spiel für die damaligen Vertriebswege maximal 63,7KBit groß sein (inkl. Grafik). Selbst die Namen der drei Helden sind vorgegeben, um Speicherplatz zu sparen. Trotzdem bietet Gurk 24 Dungeons, 44 Waffen und Rüstungen, 23 Monster und zwei große Inseln zum Entdecken. Ausreichend Inhalt für ca. 6-10 Stunden Spielzeit.

Ein wesentlicher Bestandteil von Gurk sind die rundenbasierten Kämpfe. Wie man das von alten Ultima oder AD&D Titeln kennt, wechselt die Ansicht beim Antreffen von Monstern in den Kampfmodus. Hier kommen die unterschiedlichen Fähigkeiten von Sir Rugnar dem Ritter, Feraldan dem Bogenschützen und Gorlok dem Magier zum Tragen. Da es keine Tränke gibt, kann man z.B. nur durch den Magier geheilt werden. Stirbt dieser im Kampf, ist die Flucht zum nächsten Tempel zur Wiederbelebung angesagt. Jeder der drei Charaktere ist im Kampf so wichtig, dass ein Weiterkommen mit nur zwei Abenteurern quasi unmöglich ist.

Durchgespielt habe ich Gurk in etwa 6-8 Stunden. Ich würde es nicht als sonderlich schwer bezeichnen. Man sollte einfach nicht an der Ausrüstung sparen, denn die ist ausschlaggebend für den Schwierigkeitsgrad. Zudem kann man an jeder Stelle des Spiels (außer in Kämpfen) speichern. Es hat mir immerhin so gut gefallen, dass ich auf jeden Fall auch den zweiten Teil spielen möchte.

Download im: Android Market

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