Death Rally – Wer bremst verliert

27. Oktober 2009

Death Rally

Schnarchnasen und Sonntagsfahrer haben es bei Death Rally nicht einfach. Wer nicht aus dem Weg fährt, wird einfach von der Straße gepustet. Wer gewinnen will, muss als erster durchs Ziel oder alle Kontrahenten aus dem Rennen bugsieren. Dazu sind wie im Krieg und der Liebe alle Mittel erlaubt.

Seit Mitte Oktober bietet Remedy Entertainment (die Macher von Max Payne) ihr Erstlingswerk kostenlos zum Download an. Bereits 13 Jahre hat Death Rally auf dem Buckel und das sieht man dem Spiel auch an. Wer sich nicht vor dicken Pixeln fürchtet, kann sich aber auf ein aktionreiches Rennspiel freuen. Und wer das Spiel (wie ich) noch von früher kennt, darf auch ein wenig in nostalgischen Erinnerungen schwelgen 😉

Aufholjagd mit Dauerfeuer. Zumindest solange die Munition ausreicht. Hier endet das Rennen für dich, Dark Ryder!

Mit einem Vagabond (sieht aus wie ein VW Käfer) startet man seine Karriere zum König der Untergrundrennen. Je erfolgreicher man sich bei den Rennen schlägt, desto höher fallen die Preisgelder aus. Zusätzlich gibt es Bonusausschüttungen, wenn man sein Auto als erster ohne Kratzer über die Ziellinie fährt, wiederholt in Folge gewinnt oder ein Rennen als Einziger übersteht. Auch wird einem hin und wieder Geld angeboten, wenn man einen Zusatzauftrag während des Rennens erledigt. Z.B. das Auto eines bestimmten Gegners zu zerlegen.

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Das sauer verdiente Geld nutzt man um sein Auto zu reparieren und mit besseren Motoren, Reifen und einer Panzerung aufzumotzen. Wer genug Geld hat, kann sich ein besseres Fahrzeug zulegen. Je teurer das Auto, desto schneller kann es fahren. Zudem bieten die besseren Modelle mehr Platz für Ausrüstungsgegenstände, sind aber in der Reparatur wesentlich teurer. Wer sich nicht nur auf sein fahrerisches Geschick verlassen will, kann zusätzlich Minen, Spikes und Nitro einkaufen oder einen Sabotageauftrag erteilen.

Je dicker der Wagen desto teurer die Ausstattung. Rennstrecke und Kontrahenten im Überblick. Manchmal muß es mehr sein als ein schneller Motor.

Das Rennen wird in 2D aus der Vogelperspektive dargestellt. An einem Rennen nehmen immer vier Fahrer teil, deren Startpositionen anhand ihres Ranges festgelegt wird. Direkt nach dem Startschuss hat man einige Sekunden Zeit sich zu positionieren, bevor das Feuer eröffnet wird. Auf der Rennstrecke werden zudem per Zufall Reparatursets, Munition, Nitro und Geld verteilt. Wer erfolgreich sein möchte, sollte sich frühzeitig im Einsammeln üben und dabei einen Bogen um ausgelegte Minen machen.

Die Rennstrecken sind nicht allzu groß, so dass ein Rennen etwa 2-3 Minuten dauert. Es gibt unterschiedliche Szenarien, die zusätzlich in gespiegelten und gedrehten Varianten gefahren werden können. Die Steuerung im gesamten Spiel läuft per Tastatur. Größter Wehrmutstropfen ist allerdings die fehlende Netzwerkunterstützung. Das Original von 1996 konnte noch im Muliplayermodus per Modem oder IPX Netzwerk gespielt werden. Das Umprogrammieren auf TCP/IP war für Remedy aber den Aufwand nicht wert, so dass die Mehrspieleroption ersatzlos gestrichen wurde.

Gefunden auf: Senior Gamer
Download unter: Remedy Entertainment

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