POWDER – Handheld Abenteurer

4. Juli 2011

Diesmal ist es Baezl’bub, den der werte Held 25 Ebenen unter der Oberfläche aufstöbern muss, um ihm sein schwarzes Herz aus der Brust zu schneiden. Natürlich wimmelt es auch diesmal von unzählichen Gegnern und nützlichen Gegenständen, die man auf den darüberliegenden 24 Stockwerken aus dem Weg räumen bzw. einsammeln muss. Und selbstverständlich finden nur die Besten der Besten den Weg zurück an die Oberfläche.

POWDER ist ein klassisches Roguelike, das sich nicht durch die zweckdienliche Story, sondern durch einige untypische Eigenschaften von der Masse abhebt. Für ein Roguelike mit diesem Umfang würde ich es als durchaus einsteigerfreundlich bezeichnen.

Eine dieser Eigenschaft fällt gleich beim Start auf. Es gibt außer der Namenswahl keine weiteren Charaktereinstellungen. Erst wenn man genug Erfahrungspunkte gesammelt hat, darf man indirekt Einfluss auf seine Attribute nehmen, indem man eine Gottheit wählt, die man im Spielverlauf verehren möchte. Diese Gottheit beeinflusst die Charakterentwicklung und vergibt einen Bonus, wenn man sich gottesfürchtig kleidet (Rüstung für Krieger, Roben für Magier, etc.).

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Optisch präsentiert sich POWDER in einem schicken 8-Bit Look. Man muss das Abenteuer also nicht im Textmodus erleben. Fetischisten können aber ein Text-Tileset wählen und damit den Textmodus „emulieren“. Auch die Steuerung ist für ein durchschnittliches Roguelike überaus modern. Neben den üblichen 200 Tastenkombinationen, unterteilt in Groß- und Kleinschreibung, läßt sich POWDER auch komplett über die Maus steuern. Wer Mut zur Lücke hat, darf sich gleich ins Abenteuer stürzen. Es erleichtert die Sache aber nicht unerheblich, wenn man sich vorher durch das Tutorial kämpft.

Die Art der Menüführung und die Einfachheit in der Charaktergestaltung ist womöglich auf die Plattform zurückzuführen, auf der POWDER entwickelt wurde. Bereits vor 8 Jahren erblickte die erste Version das Licht der Welt auf einem [trommelwirbel] Gameboy Advance. In den folgenden 8 Jahren hat sich dann auch einiges getan. Neben den Version für PC, Mac und Linux gibt es POWDER auch für Nintendo DS, PSP, GP2X, Windows CE, PS3, Wii und natürlich auch für das iPhone.

Wer 8-Bit Grafik mag und Roguelikes nicht kategorisch ablehnt, sollte ruhig mal einen Blick riskieren. Da man sich nicht schon vor dem eigentlichen Spiel mit den Vor- und Nachteilen diverser Klassen und Attributen beschäftigen muss, findet man realiv leicht ins Spielgeschehen rein.

Download unter: zincland.com

3 Kommentare zu „POWDER – Handheld Abenteurer“

  1. Super.licio.us | Superlevel sagt:

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  2. methyl sagt:

    Absolut empfehlenswertes Spiel! Roguelikes haben mich bisher immer abgeschreckt, und auch bei Powder muss man einige Runden in Kauf nehmen, in denen man früh den Heldentod stirbt. Hat man aber den Dreh raus, macht es unglaublich Spaß, wenn mal wieder ein Gott positiv oder negativ eingreift, der Held manche Resistenz oder Schwäche entwickelt und die Dungeons immer schwierigere Gegner bereit halten. Für ein Roguelike hat Powder wahnsinnig viel Spieltiefe. Spiele aus auf meiner Pandora schon einige Stunden.

  3. Super.licio.us | Superlevel sagt:

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